Die Katholische Elternbildung unterstützt mit ihren Angeboten Eltern bei der Sprach- und Leseförderung ihrer Kinder mit Information, Erfahrungsaustausch und Umsetzungsmöglichkeiten im Alltag.
Seit März 2013 ist die neue Hompage zum Projekt "Sprach- und Leseförderung" online!
Unter www.sprache-hilft.at können sich Interessierte einen umfassenden Überblick zu dieser Thematik verschaffen.
Mit Sprache wachsen

In Eltern-Kind-Gruppen und Elternbildungsveranstaltungen der MARKE Katholische Elternbildung werden Eltern mit ihren Kindern von Geburt an im ganzheitlichen Sprach- und Leseerwerb begleitet und unterstützt. Durch die Vermittlung von Entwicklungswissen, Bewegungsspielen, Kinderreimen, Kinderliedern, Geschichten, Büchertipps u.v.m. erhalten Eltern vielfältige Werkzeuge zur Sprach- und Leseförderung ihrer Kinder. Dabei werden die Informationen und praktischen Anregungen an die jeweilige Entwicklungsphase des Kindes angepasst.
Sprachförderung beginnt schon sehr früh. Babys hören die Stimme der Mutter bereits vor der Geburt und danach erkennen sie diese rasch wieder. Neugeborene lauschen fasziniert, wenn man mit ihnen spricht. Sie beobachten das Gesicht von Mama und Papa und versuchen schon in den ersten Lebenstagen Mundbewegungen nachzuahmen. Eltern reagieren auf dieses Interesse des Babys intuitiv. Das Neugeborene halten sie so, dass es das Gesicht klar erkennen kann und sie sprechen mit hoher Stimmlage und einfachen Sätzen, die sie wiederholen.
So wie das Baby Laute äußert, Silben bildet und schließlich die ersten Worte spricht, passen die Eltern ihr förderndes Verhalten der Entwicklung des Kindes an. Sie reden mit ihm, wenn es sie zum „Zwiegespräch" auffordert und sie lassen es in Ruhe, wenn sich das Baby mit oft hörbarer Begeisterung seinen „Selbstgesprächen" widmet.
Bereits ab vier Monaten wenden sich Babys mit Interesse Gegenständen und der direkten Umwelt zu. So beginnen sie auch Bilderbücher zu entdecken. Sie wollen diese auf dieselbe Art erobern wie andere Gegenstände auch. Sie betasten sie, klopfen mit ihnen, versuchen sie in den Mund zu stecken und zu zerlegen. Erst am Ende der „Versuchsreihe" steht das gezielte Betrachten der Bilder. Dieses natürliche Entdeckungsbedürfnis beantworten Erziehende, indem sie Bilderbücher auswählen, die diesen Experimenten standhalten. In diesem Alter geht es nicht um richtig oder falsch, sondern um die Freude am Sprechen und am Buch.
Das Kleinkind erweitert seinen Wortschatz laufend. Dabei benützt es häufig folgende Reihenfolge - es erkundet einen Gegenstand oder macht etwas, um danach mit einem fragenden Blick bei Mama oder Papa die entsprechende „Bezeichnung" dafür einzufordern. Das Kind sucht Antworten bei seinen Bezugspersonen für die vielfältigen Dinge und Ereignisse auf dieser Welt, so auch für die Bilder in den Bilderbüchern. Das Kind entfaltet seine sprachlichen Fähigkeiten und die Eltern sind Vorbild, geben Anregungen und schützen es gleichzeitig vor Überforderung.
Kleinkinder beginnen Sätze zu bilden und Was-Fragen, sowie später Warum-Fragen zu stellen. Zweijährige fangen an, erste kleine Geschichten zu erzählen: „Oma Lift fahren - Treppe - bum bum - obi gehn." Nun werden Kurzgeschichten in erzählter oder vorgelesener Form immer interessanter. Bis schließlich ab vier Jahren das autobiografische Gedächtnis erkennbar wird und zusätzlich durch das magische Denken die Bedeutung von Geschichten enorm zunimmt.
Mütter und Väter sowie Großeltern und andere Bezugspersonen unterstützen diese Entwicklung Schritt für Schritt. Dabei werden sie in Elternbildungsveranstaltungen und Eltern-Kind-Gruppen unterstützt. Eltern-Kind-GruppenleiterInnen und ReferentInnen geben Informationen und ermöglichen durch aktivierende, kreative Methoden den Austausch der Eltern untereinander. Sie unterstützen Eltern in der Wahrnehmung des eigenen Kindes in seiner Individualität, um es nicht nach Rastern zu bewerten, sondern seine individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse zu erkennen und es entsprechend zu unterstützen. So kann das eigene Verhalten reflektiert und ein hilfreiches Erziehungsverhalten zur Sprach- und Leseförderung bestärkt und erarbeitet werden.